MASTERING


meine philosophie: stop the loudness war!

als aktives mitglied der pleasurize music foundation setze ich mich ein für eine deutliche entschärfung des seit jahren andauernden loudness wahnsinns im mastering-prozess bei pop, rock und unterdessen sogar auch im jazz und der damit verbundenen klangeinbussen. pmf plädiert für eine rückbesinnung zur dynamik als wichtiges ausdrucksmittel der musik, um damit wieder zu ermöglichen, dass auch heutzutage erstklassig klingende musikaufnahmen veröffentlicht werden können. es ist an der zeit, dass durch massloses hardcore brickwall limiting musik davor verschont wird, ihr jegliches leben auszupressen. darum ein aufruf an alle, denen klangqualität wirklich am herzen liegt: werdet active member! fazit meiner haltung: wer hauptsächlich ein super-hyper lautes quetsch-mastering haben will, ist bei mir am falschen platz.

das folgende video stammt von der startseite der pleasurize music foundation: "with kind permission of http://sfxmachine.com/docs/loudnesswar"

der pegel-stand 2016

dieser text wurde entnommen vom letter to dynamic music friends, audiophiles, producers and audio geeks von friedemann tischmeyer, ceo von pmf:

"der expertengruppe ploud der ebu (european broadcasting union) sowie anderen institutionen auf der gesamten welt ist es gelungen,
 die implementierung von loudness-normalisierung vom broadcast-bereich (tv) nun auch in die musikwelt auszudehnen."

 

 und nun kommt das für die masteringkundschaft entscheidende:

 

"...itunes radio wird bei minus 16,5 lufs loudness normalisiert. 
spotify normalisiert auf minus 16 lufs loudness.
 die meisten digitalen musik-vertriebsplattformen wenden bereits heute eine loudness normalisierung an, was die vorzüge dynamischerer master zur geltung kommen und überkomprimierte master schlaff, verzerrt und dünn erscheinen lässt.
 die folge davon ist, dass hyper-komprimierte master mit bis zu 10 db pegelreduktion abgespielt werden!..."

 

news vom 26. 5. 2017: spotify landet nun bei minus 14 lufs!


mastern bedeutet nicht "fertigmischen"...

seit beginn der tontechnik ist das mischen derjenige arbeitsschritt, bei dem sowohl sämtliche musikalischen, als auch klanglichen entscheidungen abschliessend getroffen werden. beim mastern hingegen wird lediglich eine sorgfältige "politur" auf die erarbeitete mischung aufgetragen. dies war zumindest bis vor ein paar jahren die regel. masteringvorlagen für musikproduktionen waren stets verbindliche stereo- oder 5.1-mixes und keine variablen submixes "wegen der flexibilität beim mastern"...

im zuge der unterdessen beinahe grenzenlosen technischen machbarkeit (typische frage kurz vor dem erstellen des production masters: "wir haben übrigens noch ein anderes saxsolo...") halte ich die kunst des entscheidens im richtigen moment des arbeitsprozesses für eine umso wichtigere sache. der schreiner bestimmt auch nicht erst beim lackieren des fertigen tisches, wie breit die platte zu sein hat. das fazit der langen und leicht zugespitzten rede meiner old school haltung: mixes mastern tue ich sehr gerne, aber stem-mastering bei musik mache ich nicht.