wie klingt es?


eine annäherung

"...klang zu beschreiben ist wie architektur zu tanzen..."

oder so ähnlich soll der ausspruch von clara schumann / elvis costello / frank zappa / steve martin / thelonious monk / "globi im tonstudio" / gelautet haben... egal!

hochauflösende aufnahmen liebe ich! deshalb ist es für mich wichtig, in einem mix / mastering eine grosse transparenz zu erreichen und dies bei gleichzeitig hoher farbigkeit, dichte und plastizität der einzelnen klänge. der ganze sound soll sich möglichst stabil und klar präsentieren, das hörbare frequenzspektrum vollumfänglich ausgeschöpft werden und erst noch einen ansprechenden anteil an feindynamik beinhalten. hoppla schorsch! ein deutlicher anspruch und ziemlich knifflig, diesem möglichst gerecht zu werden. detailverliebt wie ich bin (audio-diva halt...) versuche ich akribisch, den klang, ähnlich einem volatilen mobile mit all seinen auslegern, so präzise zu tarieren, dass das ganze kunstwerk ausgewogen schwebt und lebt, aber dennoch einen stabilen kern in sich trägt. dies klingt schon fast philosophisch. ist es vielleicht auch... vielleicht auch nicht! zugespitzt formuliert, gibt es für mich in bezug auf klangästhetik grundsätzlich zwei pole (und selbstverständlich viele nuancen dazwischen):

  • natürlichkeit (das cello spielt vor meiner nase.) bis hin zur übernatürlichkeit (das cello spielt in meiner nase.)
  • wie aufgenommen (der sound geht durchs mic ins mischpult und dann durch irgendwelche geräte aufs tonband.)

ein weiterer verbaler versuch wäre (ich tanze grad architektur...): "neutral und ehrlich" im gegensatz zu "deulich färbend" und "sound machen". beispiele für diesen verlauf von "natürlichkeit" bis hin zu "sound machen" sind die produktionen vom "pfannestil chammer sexdeet". somit ist das thema der erwünschten klangästhetik vor allem eine frage der entscheidung (und natürlich des könnens... ;o). alle ihre sieben alben habe ich mischen und mastern dürfen, fünf davon habe ich auch aufgenommen. zu finden sind diese aufschlussreichen sound samples in den nachfolgenden videos:

  • "natürlich und ehrlich" klingt "masslos defür" @ 14.41 im video "singer / songwriter"
  • "deutlich färbend sound machen" klingt "eifach" @ 02.26 im video "singer / songwriter"
  • irgendwo dazwischen (eher natürlich) liegt "chromstahl" im video "pop" @ 23.58 und (eher färbend) "ales" @ 17.40 ebenfalls im video "pop".

sound samples

hier habe ich verschiedenste sound samples nach ungefähren stilrichtungen in mehrere videos gepackt. per lauftext (video sei dank) wird deklariert,

wer / was / wann etc. somit sollte es selbsterklärend sein. auf play clicken und sich überraschen lassen. dennoch will ich etwas senf dazugeben:

  • da ich hier lediglich auszüge von songs zeige, werden gewisse artists vermutlich etwas erschrecken, wie ich ihre werke kurzerhand zerstückelt und re-organisert habe. nehmt es bitte nicht persönlich. herzlichen dank an alle beteiligten, deren musik ich hier als sound-demo nutzen darf!
  • die obere grenze der möglichen klangqualität wird durch youtube bestimmt. wer alles in cd-qualität geniessen will, gerne hier downloaden. 
  • eine liste aller präsentierten künstlerinnen und künstler mit ihren song-titeln ist im youtube link unter "show more" zu finden.
  • weil sound samples aus beinahe 30 jahren zu hören sind, wird auch offensichtlich, wie sich die klangästhetik gewisser stilrichtungen deutlich verändert hat. falls es einigen zu "hifi" klingen sollte: bitte etwas geduld und weiterhören, irgendwann wird auch derber "garage sound" krachen!
  • aufgrund des leider immer noch währenden "loudness wars" habe ich die pegel der älteren beispiele per brickwall limiter etwas angehoben. meine haltung zu dynamik und klang ist hier als subseite unter mastering und so... dargelegt.

und nun viel spass und besten dank fürs anhören!

instrumental / world / electro

rock


pop

singer / songwriter

mastering

jazz

klassik

sound for lifestream video